Suchmaschinen im Kampf gegen Spamdexing

Kennen Sie das? Sie stoßen immer wieder auf Webseiten, die nicht die Inhalte anbieten, die Sie über Ihre Suchanfrage ermitteln wollten? Und Sie fragen sich immer wieder, wie solche Webseiten derartig hohe Rankings erhalten? Was ist das Geheimnis? Wie kann eine Seite ohne inhaltlichen Gehalt unter die Top Ten Ergebnisse gelangen? Die Antwort ist recht einfach: Black Hat Technologie. Auch Spamdexing ist sehr beliebt, doch unter diesem Begriff noch nicht sehr bekannt. Vielleicht haben Sie aber schon von Suchmaschinen-Spams gehört? Genau dies wird unter Spamdexing verstanden.

Der Begriff des Spamdexings bezeichnet eine Kombination aus Spams und Indexierungen. Genau genommen versteht man unter Spamdexing alle SEO-Techniken, die seriöse Webmaster und Online-Unternehmer unbedingt vermeiden sollten: Missbrauch von Schlüsselworten in Webinhalten, Links, Meta Tags und mehr. Die Absicht so genannter Spamdexers ist es, Suchmaschinen, welche die Seiten über die Relevanz ihrer Inhalte indexieren und platzieren, aufs Kreuz zu legen. Merkwürdigerweise sind es jedoch gerade die Entwickler kommerzieller Seiten, die auf Spamdexing zurückgreifen, wobei auch viele pornografische Seiten derartige SEO-Techniken verwenden.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele, woran Sie erkennen können, ob eine Website auf Techniken des Spamdexings zurückgreift:

  • Zu häufige Nutzung eines Schlagwortes in den Inhalten einzelner Webseiten, sodass Suchmaschinen diese Seite als relevant für ein bestimmtes Thema erachten und folglich höher in den SERPs platzieren. Diese Technik bleibt häufig unbemerkt, da die Spamdexers entsprechende Schlüsselbegriffe am Ende des Textes einfügen und für den Leser unsichtbar machen, indem sie die Textfarbe der Hintergrundfarbe anpassen.
  • Gerne wird in den Meta Tags oder ebenfalls am Ende der Seiten auch auf Schlagworte zurückgegriffen, die mit den Inhalten einer Website rein gar nichts zu tun haben, aber für Hits sorgen, wie z.B. "Sex", "Porno", "Erwachsene" und Sonstiges.
  • Immer wieder erscheinen auch bekannte Marken in den Meta Tags, um Besucher von Wettbewerbsseiten auf die Eigenen zu lotsen. Dies ist eine sehr unglückliche Methode, da der Sinn und Zweck von Meta Tags auf Informationen beruht und sie keinen Traffic von den Wettbewerbern stehlen sollen.
  • Viele Spamdexer greifen auf versteckte Links zurück, um ihre Popularität zu erhöhen. Es ist dafür nicht unbedingt nötig, die Farben der Links entsprechend anzupassen, stattdessen werden die Links dort platziert, wo Besucher sie nicht entdecken können. Eine weitere Form des Link-Spams sind Einträge von Spam-Kommentaren in Blogs und Foren.

Leider sind dies nun nicht die einzigen Spamdexing-Techniken, die von Website-Erstellern benutzt werden, um Suchmaschinen hereinzulegen. Obwohl die Suchmaschinen den Spamdexern den Kampf angesagt haben, wird es immer Wege geben, die Suchmaschinen zum Leid der Nutzer zu beeinflussen.


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