Sicher kennen Sie die Aussage: "Inhalt ist König". Sie sollten jedoch auch wissen, dass Könige nicht alleine herrschen. Sie benötigen Beratung, Unterstützung und auch Public Relations... Und hier kommen die Inhaltstexter ins Spiel, hier müssen Menschen wie Sie Ihre Fähigkeiten und Talente aufzeigen. Das Schreiben einer Website ist keine leichte Aufgabe. Sie können nicht einfach nur schreiben. Sie müssen "abscanbar" schreiben.
Für das Web zu schreiben oder aber für klassische Medien zu schreiben, sind zwei gänzlich unterschiedliche Dinge. Professionelle Texter tendieren dazu, Webinhalte zu kritisieren: wiederholend, zu persönlich, mangelnder Stil, zu schlicht und so weiter. Doch genau so müssen Webinhalte sein. Wenn Sie Texter von Webinhalten sind, ist das Wichtigste, was Sie wissen müssen, wie Nutzer Webinhalte lesen. Normalerweise... gar nicht.
Ungefähr 80% der Nutzer "scannen" Webseiten und lesen lediglich das, was Ihre Aufmerksamkeit erregt. Als Webschreiber müssen Sie nur die Leute dazu bringen, Ihre Texte zu lesen.
Während es einige Standards und Worte gibt, die verkaufen, sollten Sie jedoch Ihren Stil nicht vernachlässigen. Es ist schwierig, doch der persönliche Stil kann und sollte in Ihre Texte einfließen. Gleichzeitig müssen Sie kurz und knapp, mit schlichten Sätzen und Begriffen und vorzugsweise ohne Jargon schreiben. Außerdem müssen Sie bestimmte Worte wiederholen (diese umstrittenen Schlüsselbegriffe) und Verkaufsargumente hervorheben. Doch Ihr persönlicher Stil gehört zu den wichtigsten Attributen für den Webinhalt, den Sie erstellen.
Wenn Sie für das Web schreiben, sollten Sie ebenfalls auf Lesbarkeit achten. Sie können die Lesbarkeit von Schlüsselworten durch Fettschrift oder Kursivschrift, durch Hervorhebungen des Textes (doch seien Sie vorsichtig, zu viel wird Ihre Leser nerven), durch Überschriften und Zweitüberschriften, durch Aufzählungen (die Leute lesen Aufzählungen) und mehr verbessern. Im Allgemeinen sollten Sie nicht mehr als eine Idee pro Abschnitt aufführen.
Der Schreibstil sollte wie bereits erwähnt persönlich und schlicht sein. Vor allen Dingen wird ein "Gesprächs"stil empfohlen. Ja, dieser Artikel wurde in einem Gesprächsstil geschrieben: Ich spreche zu Ihnen. Warum ist der Gesprächsstil so wichtig? Nun, weil er interessanter ist. Ihre Leser besuchen Ihre Website, weil Sie etwas suchen: ein Produkt, einen Service, Informationen usw. Dieses "etwas" ist ein persönlicher Bedarf. Ihre Aufgabe ist es, ihnen zu zeigen, dass Sie diesen verstehen, respektieren und den Bedarf erfüllen möchten.
Ihre Leser sollten Ihre Hauptsorge sein. Viele Webschreiber setzen die Suchmaschinen an erste Stelle. Das mag mehr oder weniger gut für die Platzierung Ihrer Website in den Suchmaschinenergebnissen sein. Doch die Platzierung ist nutzlos, wenn die Leser Ihre Seite nicht mögen. Sie möchten doch, dass Ihre Leser zurückkehren, Ihre Produkte kaufen und Sie möchten Ihre Wertschätzung, um eine Besucherloyalität zu entwickeln. Also schreiben Sie nicht nur Schlüsselworte, um die Suchmaschinen zu beeinflussen. Schreiben Sie für Ihre Leser: Sie sollten gar nicht bemerken, dass Sie Schlüsselworte verwenden.
Ein erfahrener Webschreiber kennt die goldene Regel des Webtextens: Beginne mit der Schlussfolgerung. Sie haben nur drei Sekunden, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu erhalten, damit dieser sich dazu entschließt, Ihre Website zu lesen oder zu "scannen". Nutzen Sie sie weise. Professionelle Journalisten der ganzen Welt gebrauchen den Stil der umgekehrten Pyramide. Webnutzer lesen in F-Mustern, wie es Experten gerne bezeichnen, also sollten auch Webtexter den Pyramidenstil übernehmen. Ein langer Artikel lässt die Leute runterscrollen. Aber Statistiken beweisen, dass Webnutzer nicht gerne scrollen und stattdessen lediglich die ersten zwei Abschnitte einer Seite lesen. Nur wenn die hier aufgeführten Informationen "spannend" sind, lesen die Nutzer den Artikel weiter. Ein anderer Grund, der dafür spricht, mit der Schlussfolgerung zu beginnen, ist, dass Sie nicht möchten, dass die Leute den Sinn nicht begreifen.
Ist Glaubwürdigkeit denn überhaupt mit schlichten Schreibmethoden zu erreichen? Ja. Schlichtes Schreiben ist sogar weit glaubwürdiger als der so genannte akademische Stil und auch glaubwürdiger als kommerzielle Stile. Glaubwürdigkeit kann auch durch ein hochwertiges Webdesign erhöht werden. Verlinkungen sind ebenfalls sehr wichtig: Sie zeigen, dass Ihre Inhalte dokumentiert sind oder dass Sie sich dem Wettbewerb stellen und keine Angst davor haben, Ihre Nutzer auf andere Webseiten zu führen.
Kurzum: Schreiben Sie schlicht, schreiben Sie gut, lassen Sie es persönlich und glaubwürdig klingen und Ihre Inhalte werden tatsächlich zu Königen.